Im Juni 2007 wurde von gkd-el das Verfahren „GES Kommunale Anwendungen Bürgerdienste“ für die Stadt Gelsenkirchen in Betrieb genommen. Das Programm erstreckt sich auf die Anwendungsbereiche „Meldewesen“ und „Ausländerwesen“ und ersetzt die inzwischen 13 Jahre alten AKD-Verfahren.
Dieser Wechsel war nicht nur deshalb zwingend, weil die Altverfahren nicht mehr den technischen und ergonimischen Anforderungen moderner Software entsprachen, sondern hauptsächlich, da ab Juli 2007 geltende neue Rechtsvorschriften mit den veralteten Programmen nicht mehr umgesetzt werden konnten.
Darüber hinaus sind die Kunden mit „GES Kommunale Anwendungen Bürgerdienste“ für zukünftige Anforderungen wie z. B. die Verwendung biometrischer Merkmale in Ausweispapieren gerüstet. Ein konkreter Schritt wird hier die Abbildung von Fingerabdrücken in Reisepässen ab November 2007 sein.
„GES Kommunale Anwendung Bürgerdienste“ ist ein weiterer Baustein in der Palette der eingesetzten SAP- Verfahren und ist optimal in die strategische Softwarelandschaft der Stadt Gelsenkirchen integriert. Ein moderner Verfahrensaufbau mit guter Benutzerergonomie und optimaler Datensicherheit durch z. B. verbesserte Plausibilitätsprüfungen bei der Dateneingabe runden das Bild ab.
Für den Verfahrenswechsel wurde ein Wochenende gewählt, um mit möglichst wenig Einschränkungen für den Betrieb der publikumsintensiven Bürgercenter die Umstellung sicher stellen zu können. Allein das Entladen der Massendaten aus den Altverfahren und das nachfolgende Einspielen in die neuen Applikationen nahm trotz Nutzung von Hochleistungsrechnern mehr als 2 Tage in Anspruch. Zu bewegen waren ca. 8.000.000 Datensätze (u. a. 700.000 Personendaten, 2,2 Mio. Wohnungseinträge). Die Daten wurden bei dieser Gelegenheit auch in vielfältiger Hinsicht geprüft und bei Bedarf korrigiert.
Das Ergebnis der Arbeiten wurde am Sonntagnachmittag von den Fachreferaten geprüft, bevor am Montagmorgen ab 10.00 Uhr die Produktion mit der neuen Anwendung aufgenommen wurde.
Genutzt werden auch die neuen Programme von ca. 110 Anwender/Innen in der Ausländerbehörde und beim Referat Bürgerservice sowie ca. 1.000 Auskunftsberechtigte, die sich auf diverse Referate der Stadtverwaltung, die Polizei Gelsenkirchen sowie die lokale Finanzverwaltung verteilen.