Bewohnerparken online

Screenshot des Onlineverfahrens - Bewohnerparken online - der Stadt Gelsenkirchen

Ein Verwaltungsprozess, der von der Beantragung bis zum Ergebnis vollständig automatisiert abläuft; ein Prozess, der ohne jeden Eingriff eines Sachbearbeiters die Bürgeranliegen unterstützt – das ist der Idealzustand einer e-Government Komponente.
Mit dem von der regio-IT Aachen entwickelten Verfahren „Bewohnerparken online“, das gkd-el im Rahmen des KDN-Leistungsaustausches seit Oktober 2013 einsetzt, hat die Stadt Gelsenkirchen einen solchen Prozess realisiert.

Bürger stellen im Verfahren ihren Antrag online über das World Wide Web. Über einen internen Webservice werden die Antragsdaten mit dem Einwohner- und dem Kfz-Bestand abgeglichen, um die Berechtigung zur Erlangung eines Parkausweises zu prüfen. Im positiven Fall wird ein Gebührenbescheid erlassen, der auch sofort online per e-Payment bezahlt werden kann. Als letzten Punkt erhält der Antragsteller dann als PDF-Datei den Parkausweis und kann sich diesen selbst zu Hause ausdrucken.

Dieser komplette Prozess läuft in wenigen Minuten und vollständig ohne notwendige manuelle Eingriffe ab. Parallel dazu wird dasselbe Verfahren auch an den Arbeitsplätzen beim Referat Verkehr und in den Bürgercentern eingesetzt und löst dort das in die Jahre gekommene Altverfahren ab.

Der Bestand an gültigen Bewohnerparkausweisen wird zudem täglich auf die mobilen Endgeräte der Mitarbeiter/innen der Verkehrsüberwachung geladen, die dann über das Abscannen des QR-Codes auf dem Ausweis prüfen können, ob dieser gültig ist oder nicht. Darüber hinaus ist der Parkausweis – auch der zum Selbstdruck – mit einer Reihe von fälschungshemmenden Merkmalen versehen.

In Gelsenkirchen sind derzeit ca. 4.000 Bewohnerparkausweise im Stadtgebiet im Einsatz, die eine Gültigkeitsdauer zwischen sechs und 24 Monaten haben, bevor sie wieder erneuert werden müssen. 99 % davon wurden zum Zeitpunkt der Einführung des Online-Verfahrens in einem der Bürgercenter beantragt. Wenn es mittelfristig gelingt, über den Web-Dienst 25 % der Anträge zu bearbeiten, führt dies zu rund 1.000 Bürger-/Verwaltungs-Interaktionen pro Jahr, die entfallen. Das bedeutet aber auch: 1.000 Bürger müssen nicht mehr in den Bürgercentern die Wartebank drücken, die Mitarbeiter können sich mit anderen Anliegen befassen – kurzum: der gesamte Prozess wird schlanker, schneller und effektiver.