Smart City Gelsenkirchen 2025
| Stadt Gelsenkirchen
Das Jahr 2025 war für Gelsenkirchen ein weiteres Schrittjahr auf dem Weg zur vernetzten Stadt, in dem zahlreiche Projekte aus dem Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ sichtbare Erfolge gezeigt und Menschen erreicht haben. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen.
Einer der zentralen digitalen Meilensteine war der bundesweite Digitaltag am 27. Juni 2025. Unter dem Motto „Digitale Demokratie: Mitreden. Mitgestalten. Mitwirken.“ wurde an mehreren Tagen gezeigt, wie Digitalisierung im Alltag wirkt und welche Potenziale sie für Bürgerinnen und Bürger eröffnet. In Gelsenkirchen bot ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Workshops und Hybrid‑Veranstaltungen Raum für Austausch zu Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Services der Verwaltung, Cyberkompetenz und immersive Technologien. Teilnehmende konnten Angebote wie den Online‑Vortrag zu Digitalisierungsprojekten der Stadt ebenso nutzen und Einblicke in die KI‑Initiative URBAN.KI oder das Pilotprojekt EMMA®AI im Bürgerservice erhalten.
Einen weiteren wichtigen Baustein zur Vernetzung von Daten und öffentlichen Informationen stellte der Kick‑Off für die Urbane Datenplattform (UDP) dar, der am 19. Mai 2025 erfolgte. Mit Partnern wie dem Urban Institute und dem Daten‑Kompetenzzentrum für Städte und Regionen wurde damit der Aufbau einer Open‑Source‑basierten Infrastruktur gestartet, mit der städtische Datenquellen verknüpft, analysiert und für unterschiedliche Nutzungskontexte bereitgestellt werden sollen – ein zentraler Baustein für datengetriebene Entscheidungen in der Smart City.
Im Herbst rückte die Verknüpfung von Umwelt‑ und Digitalisierungsthemen in den Fokus: Beim Klima‑ und Umwelttag 2025 im Grünlabor Hugo trafen sich am 20. September zahlreiche Interessierte, um sich über Biodiversität, Hitzevorsorge, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz zu informieren. Dort war auch das Projekt GE grünt präsent – ein Vorhaben, das moderne Sensortechnik nutzt, um Umwelt‑ und Klimadaten zu erfassen und diese als Grundlage für klimasensible Maßnahmen nutzbar zu machen. Über Apps und AR‑Anwendungen konnten Besucherinnen und Besucher etwa virtuelle Hochbeete oder Baum‑Pflanz‑Szenarien direkt im Stadtraum erleben. Zukunftsweisend ist, dass die so erhobenen Daten künftig öffentlich über ein Dashboard verfügbar gemacht werden sollen, um Klimaanpassung als gemeinsamen städtischen Prozess erlebbar zu machen.
Ein besonderes Highlight war der Start der Digitallinie 302: Seit Juli 2025 können Fahrgäste und Passantinnen entlang der Straßenbahnlinie 302 mehr entdecken als nur die nächste Haltestelle. Mithilfe von Augmented Reality werden an ausgewählten Haltestellen – etwa am Rathaus Buer und an der Jahrhunderthalle in Bochum – interaktive Erlebnisse sichtbar. Mit dem eigenen Smartphone oder Tablet erfahren Interessierte, wie Themen wie Klimaschutz, smarte Mobilität und digitale Arbeitsplätze die Städte von morgen prägen. Die Digitallinie 302 ist ein gemeinsames Projekt der Städte Bochum und Gelsenkirchen und macht digitale Innovationen direkt im Alltag erlebbar – ein echter Gewinn für Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner.
Parallel dazu setzte Gelsenkirchen neue Maßstäbe in der digitalen Bürgerbeteiligung: Die Online‑Plattform mitmachen.gelsenkirchen.de ermöglichte es Einwohnerinnen und Einwohnern, aktiv an städtischen Planungs- und Gestaltungsprozessen teilzunehmen. Der erste Beteiligungsprozess stand unter dem Leitmotiv „Klimaanpassung“: Bürgerinnen und Bürger reichten Ideen für urbane Grünflächen, Hochbeete oder innovative Konzepte für Resilienz gegenüber Extremwetter ein. Aus den Vorschlägen entstand ein Projektportfolio von bis zu 500.000 Euro, finanziert durch Bundesmittel im Rahmen der Smart-City-Förderung.
Insgesamt zeigt das Jahr 2025 eindrücklich: Gelsenkirchen gestaltet den digitalen Wandel nicht abstrakt, sondern konkret für und mit seinen Bürgerinnen und Bürgern – von der Dateninfrastruktur über KI‑Anwendungen bis hin zu digitalen Beteiligungs‑ und Umweltformaten.