Online-Serviceportal im Pilotbetrieb

Screenshot des Onlineverfahrens - Bewohnerparken online - der Stadt Gelsenkirchen

Im Rahmen der Digitalstrategie der Vernetzten Stadt Gelsenkirchen ist Anfang August 2020 das Serviceportal der Stadt Gelsenkirchen in die Pilotphase gestartet. Ab sofort sind dort sämtliche derzeit verfügbaren Online-Dienstleistungen der Stadtverwaltung sowie verschiedene E-Government-Dienste von Bund und Land im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gebündelt und entsprechend verlinkt. Das Serviceportal der Stadt Gelsenkirchen wird von der Gelsenkirchener Kommunalen Datenzentrale (gkd-el) gemeinsam mit zwei anderen regionalen öffentlichen IT-Dienstleistern aufgebaut und betrieben. Es ist Teil eines vom Land NRW geförderten Gemeinschaftsprojekts der Stadt Gelsenkirchen und zwölf weiterer Kommunen des nördlichen Ruhrgebiets sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiN Emscher-Lippe GmbH.

Ein erster großer Meilenstein des Projekts ist die Bündelung der verschiedenen E-Government-Dienstleistungen. Durch sinnvolle Kategorisierungen anhand von Lebenslagen, wie z.B. „Arbeit & Ruhestand“, „Bildung“, „Ein- & Auswanderung“ oder „Unternehmensführung & -entwicklung“, sollen sich Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen nun besser zurechtfinden. „Das Portal ist eine konsequente Weiterentwicklung unserer guten Vorarbeiten in diesem Bereich. Die Menschen können so digital auf über 90 Dienstleistungen von Bund, Land und Kommune zurückgreifen – so, wie es auch das OZG vorsieht. Nach und nach wird das zu unserem digitalen Rathaus, bei dem immer mehr Services digital abgewickelt werden können. Wir freuen uns auf die Pilotphase und werden zügig weitere Bausteine einbinden“, sagt Maik Luhmann, Leiter der Stabsstelle Vernetzte Stadt.

Im Hintergrund wird auch während der Pilotphase gemeinsam mit den Kooperationspartnern fleißig weiterentwickelt. „Unser Ziel ist natürlich, dass mittelfristig sämtliche Dienstleistungen, die online bei der Verwaltung beantragt werden, intern auch medienbruchfrei digital weiterbearbeitet werden können. Dazu müssen aber viele interne Verwaltungsprozesse erst digitalisiert und in diesem Zuge häufig auch optimiert werden“, stellt Dr. Peter Hauptmanns, Betriebsleiter der gkd-el, dazu fest. Das OZG gibt vor, dass Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen bis zum 31.12.2022 digital zur Verfügung stehen müssen. Der Synergieeffekt, der durch die enge Zusammenarbeit der Projektpartner entsteht, sei gerade im Hinblick auf den straffen Zeitplan enorm. „Die Prozesse, die hinter den einzelnen Dienstleistungen liegen, können von einem Serviceportal auf ein anderes übertragen werden. So profitiert Recklinghausen beispielsweise von unserer Entwicklungsarbeit und wir von deren“, ergänzt Thomas Kochmann, Projektleiter für das Serviceportal bei der gkd-el.

Neben Gelsenkirchen sind auch Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Waltrop und das als gemeinsames regionales Dach fungierende „Serviceportal Emscher-Lippe" in die Pilotphase gestartet. Weitere Kommunen folgen in Kürze.